Wissenswertes Nr. 05

Heu und Wasser sowie Ernährung

 

 

Das Heu ist das täglich Brot für die Meerschweinchen.
Es sollte ständig in ausreichender Menge zur Verfügung stehen.
Außerdem sollte es würzig duften und von grünlicher Farbe sein.
Niemals darf es angeschimmelt oder verstaubt gereicht werden.

Ich biete meinen Meerschweinchen das Wasser aus der Tränkeflasche an. Das Wasser bitte täglich wechseln. Neben der Wasserflasche hängt
ein Salzleckstein, den meine Meeris gerne annehmen
- er enthält Mineralien und Salze - .
 

Das Heu reicht natürlich nicht aus, um das Meerschweinchen mit lebenswichtigen Vitaminen und Mineralien zu versorgen. Es benötigt auch frisches Gemüse und Obst sowie im Sommer Gräser.
Die Gräser aber bitte nicht an stark befahrenen Straßen pflücken, da sie voller Bleigehalt sein könnten. Vorsichtshalber auch kein nasses Gras geben, sofern sie es nicht gewohnt sind. Löwenzahn wird von meinen Meeris ganz persönlich lautschreiend angefordert. Im Winter besorge ich öfter "großen" Löwenzahn aus den türkischen Supermärkten.

Da das Meerschweinchen selbst kein Vitamin-C im Körper produzieren kann, sollte darauf geachtet werden, dass das angebotene Futter viel von diesem Vitamin aufweist. Je abwechslungsreicher der gedeckte Tisch für Euer Meeri ist, desto weniger kann man bei der Ernährung verkehrt machen. Meine Racker lieben ganz besonders Roma Herzen, Chicoree, Eisbergsalat, Mais (auch mit Blätter), Gurke, Sellerie, Tomaten, Möhren mit Grün, Petersilie und natürlich Löwenzahn. Außerdem erhalten sie Fenchel, Paprika, Äpfel, Melonen und vieles mehr. Sehr vorsichtig bin ich bei der Gabe von Kohlsorten, da die meisten doch sehr stark blähend wirken und manche Meeris auch mit Durchfall reagieren. Das Futter sollte weder direkt aus dem Kühlschrank noch verschimmeltes und welkes angeboten werden. 
Viele Meeris lieben auch Haselnusszweige, Birkenzweige, Weidenzweige und einige Obstzweige sowie die dazugehörigen Blätter.
Mein Cremafino trägt den abgeknabberten Zweig im Mäulchen umher und spielt sozusagen damit.

Meine Meerschweinchen erhalten als Körnerfutter meistens die Pellets, gemischt, je nach Bedarf, mit getrockneten Kräuterstielen und getrocknetem Gemüse sowie zwischendurch geschälte Sonnenblumenkerne und Haferflocken -selten zufüttern: Dickmacher-.

Da die Meeris bis zu 80 mal pro Tag kleine Mahlzeiten aufnehmen, muss immer für genügend ausreichend Heu gesorgt werden, wie ich es zu Beginn dieser Rubrik schon erwähnt hatte.

Nun möchte ich noch Mal auf die Gabe von Vitamin-C kommen.
Im Winter gebe ich eine Messerspitze Vitamin-C-Pulver (erhältlich in der Apotheke) auf eine Gurkenscheibe. Sie lieben die Gurke und nehmen auch in Kauf, dass sie etwas saurer schmeckt als sonst.
Ich persönlich kann aber ganz genau beobachten, ob jeder auch seine Zusatzgabe an Vitamin-C erhalten hat. Einige Züchter geben das Pulver ins Trinkwasser. Ich habe aber leider die Erfahrung machen müssen, dass meine Meeris kein Wasser - durch die Säure - mehr tranken. 

Ausdrücklich möchte ich erwähnen, das einige Meerschwein-Bücher fälschlicherweise zu einem Fasten- oder Diättag bei zu dicken Meerschweinchen raten, bitte tun sie ihrem Liebling das nicht an.
Er benötigt viele kleine Mahlzeiten täglich, um seine Verdauung anzuregen. Sollte es wirklich etwas dicker oder fauler werden, einfach das Körnerfutter ersetzen durch mehr Saftfutter.

Einige Meeri-Infoseiten informieren auch noch intensiver über die 
Rubrik Ernährung. Sofern Zweifel bei der Futtergabe bestehen, einfach sich dort oder beim Züchter Rat holen.

Es gibt eine Vielzahl von Gemüse-, Obst- und Pflanzensorten
die gar nicht oder nur in geringen Mengen verfüttert werden dürfen,
so z.B. bei Melonen die Kerne und Schale nicht anbieten.
Bei der Tomate nicht das Grün sowie bei der Paprika den Strunk.  Sehr selten den Kopfsalat und Brokkoli wegen des
Nitratgehaltes. Im Sommer keinen nassen Klee reichen. Den Klee als solches nur in geringen Mengen verfüttern sowie auch div.
Kohlsorten, sie führen zu Blähungen oder Durchfall.
Rote Beete, die gern verfüttert wird, bitte bei trächtigen Weibchen 
mit größter Vorsicht geben. Ich habe gelesen, das
die Rote Beete zu frühzeitigen Wehen führen könnte.
Bei den Obstsorten sollten sie keine Steinfrüchte erhalten.
Sämtliche Blumen, die im Garten wachsen, sind giftig oder unbekömmlich.
Ich kenne eigentlich nur die Sonnenblume, die ausnahmsweise
zum futtern geeignet wäre.

Sofern ein Garten oder Balkon zur Verfügung stehen sollte,
kann man auch selber säen. Dieses Futter wäre Bio pur.
Topinambur ist eine Futterpflanze, die unproblematisch wächst und auch noch sehr gerne gefressen wird.

Zum Schluss meiner Rubrik möchte ich Euch ans Herz legen, dass lieber einmal mehr der Tierarzt oder der Züchter zu
Rate gezogen werden sollte, bevor man sich entschließt, ein Futter anzubieten, welches gesundheitsschädlich sein könnte !

Außerdem möchte ich auch noch erwähnen, dass die Futterumstellung immer in kleinen Schritten erfolgen sollte.

Wissenswertes
über Meerschweine
und deren Haltung:

Wissenswertes

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